Springprüfung

[Turnierbericht Claudia] Springen in Groß-Zimmern – Tombola für den guten Zweck und der Schreier an der Tafel- 04.08.17

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Hallo ihr lieben,

am letzten Wochenende waren Lara und ich gemeinsam auf dem Freilandturnier des Reit-und Fahrvereins Groß-Zimmern.

Das Turnier ist jedes Jahr etwas besonders, da die Veranstaltung super organisiert ist und großartigen Sport zu bieten hat. Vor allem aber unterstützt das Turnier den Verein für krebskranke Kinder in Darmstadt.

Sonnenaufgang beim Verladen
Sonnenaufgang beim Verladen

Spendenaktion für den Verein für krebskranke Kinder in Darmstadt

Ich bin durch den Zeitungsartikel des Darmstädter Echos auf die Spendenaktion aufmerksam geworden. Darin berichtet Joan Fabienne Weske-Haas von der „Schleifen-Rückgabe-Aktion„, bei dem pro gewonnene und an den Veranstalter zurückgegebene Schleife 1 € an den Verein in Darmstadt gespendet wurde. Denn viele Berufsreiter werfen ihre Schleifen weg und so konnten sie auf dem Turnier in Groß-Zimmern die Schleifen in einen Korb legen. Jede Schleife in diesem Korb brachte dem Verein dann einen Euro.

http://krebskranke-kinder-darmstadt.de/
http://krebskranke-kinder-darmstadt.de/

Aber auch alle anderen Reiter und Zuschauer konnten spenden. Für sie gab es eine Tombola bei der man für 3 Euro bzw. 2,50 € Euro 1 Los erwerben und tolle Preise mit nach Hause nehmen konnte. Die Preise der Tombola wurden ebenso zur Hälfte gespendet. Und so fanden sich unter den Preisen ganz verschiedene Sachen. Vom Duschbad über Strandzubehör bis hin zu Pferdesachen war alles dabei.

Da ich leider keine Schleifensammlerin bin habe ich mir natürlich Lose geholt und Lara auch gleich angesteckt. Und so gaben wir beide 25 Euro für Lose aus.

Die Preise gingen weit über den Wert der Lose hinaus. Aber selbst wenn nicht, ging es in diesem Falle um den guten Zweck kranken Kindern zu helfen. Außerdem machte es unglaublichen Spaß.

Tombola Gewinn
Tombola Gewinn

Und so gewann ich durch die Tombola:

  • eine Dressurgerte
  • ein Glanzspray von HKM
  • einen Führstrick
  • ein Kühl- und Heizpad
  • ein Scherenset und
  • ein Scrabble Spiel.

Ich war super glücklich mit meiner „Ausbeute“, da ich wirklich alles sehr gut gebrauchen kann!

Natürlich kann man auch im Nachhinein noch Geld spenden oder in den Verein eintreten. Genaue Informationen zum Verein für Krebskranke Kinder findet ihr auf der Webseite des Vereins: http://krebskranke-kinder-darmstadt.de/

Ich bin der Meinung, dass es so eine Aktion auch gerne auf anderen großen Turnieren mit vielen Berufsreitern geben kann.

Nachdem das Wichtigste gesagt ist kommen wir nun zu meiner Turnierfrisur und meinem A-Springen.

Meine Turnierfrisur

Meine Turnierfrisur hat mir Danny gemacht. Sie hat wieder so gut gehalten, dass ich sie nur mit der Hilfe meines Freundes aufbekam.

Turnierfrisur

Obwohl der lange Zopf etwas komisch aussieht, hat er mir unter der Kappe wirklich gut gefallen. Mir gefiel es, dass man dieses Mal die Perlen schön sehen konnte. Ich freue mich noch immer über den Kauf, weil sich nun mein blaues Turnierset komplettiert und es wirklich schön dazu passt.

Mein A-Stilspringen

Beim Abreiten half uns (Lara und mir) Mareike, die uns seit kurzem als Bereiterin auf dem Hof unterstützt. Dafür war ich sehr dankbar, da es mir doch sehr geholfen hat.

A-Springen
Urheber: Cornelia Lendemanns

Mein Ziel für den Parcours war es etwas kontrollierter als in Erbach zu reiten und Dragon mehr zu vertrauen.

Sprung_6
Urheber: Cornelia Lendemanns

Das klappte auch ganz gut. Zumindest habe ich Dragon nicht kopflos in die Sprünge geschoben. Dennoch hätte es wesentlich besser sein können. Denn schon am ersten Sprung kam ich unpassend und Dragon sprang sehr groß ab. Statt einfach schnell zu reagieren und mitzugehen, war ich hinter der Bewegung und klemmte drauf wie ein Anfänger. Auch lief er von Sprung 3 auf 4 im Kreuzgalopp und sprang erst sehr spät um. Dennoch waren ein paar schöne Sprünge dabei die ich gut aus dem Fluss nehmen konnte. Da Dragon nach Sprung 7 wieder im Kreuzgalopp landete, wollte ich diesen einmal korrigieren, sodass die Richter sahen, dass ich durchaus in der Lage bin einen Kreuzgalopp zu erkennen und zu korrigieren. Leider ging mir dadurch der Rhythmus und der Schwung verloren und ich schob Dragon völlig unpassend in die Kombination, sodass er dort jeweils eine Stange hatte.

Fail an Sprung 1
Fail an Sprung 1

Das komische war, dass ich nach der Prüfung eigentlich gar kein so richtiges Gefühl hatte. Ich war nicht unzufrieden mit dem Ritt, aber eben auch nicht ganz glücklich. Es war mehr ein „joah ich bin zufrieden, hätte aber deutlich besser reiten können.“. Ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist? Zumindest zerbreche ich mir nicht mehr den Kopf darüber, ob ich durchkomme oder nicht. Denn ich gehe inzwischen einfach davon aus, dass Dragon eh alles springt, was bisher ja auch so war. Aber genau das ist für mich eben noch so ungewohnt. Ich kenne das einfach nicht, dass ein Pferd brav durch den Parcours geht. Ich unterstelle jedem Pferd, dass er stehenbleiben möchte. Eigentlich ja völliger Quatsch.

Jumping
Urheber: Cornelia Lendemanns

In der Prüfung war ich mir deshalb etwas unschlüssig wie ich Dragon reiten sollte. Also versuchte ich so zu reiten wie beim Training. Nur beim Anreiten an die Hindernisse wurde Dragon manchmal etwas langsamer bzw. nahm sich mehr zurück. Ich wusste in diesem Moment nicht immer, ob er die Sprünge taxiert und versucht selbst eine Distanz zu finden, oder überlegt stehenzubleiben. Sicherheitshalber habe ich dann doch mit meinen treibenden und leider manchmal auch schiebenden Hilfen unterstützt. Im Endeffekt bekamen wir für unsere Runde eine berechtigte 5, als Grundnote. Davon gingen dann noch einmal 1,5 Punkte wegen der 3 Abwürfe ab und ein paar Punkte wegen Überschreiten der erlaubten Zeit.

Stilspringen
Urheber: Cornelia Lendemanns

Da es jedoch inzwischen meine Erwartungen sind, mit Dragon den Parcours zu beenden freue ich mich danach gar nicht mehr so sehr, dass ich durchgekommen bin, sondern nehme es hin und versuche den Ritt zu analysieren. Das ist für mich eine ganz neue Erfahrung. Wer unsere Pferde von früher kennt: Arti, Novana und Corona, weiß wovon ich gerade rede und was ich damit meine.

Steilsprung
Urheber: Cornelia Lendemanns

Ich habe das Gefühl das ich vielmehr innere Ruhe beim Parcoursspringen brauche und viel mehr Routine, damit die Ritte dann auch sehenswert sind. Auf jeden Fall muss ich besser mitgehen und die Hand vorgeben.

 

Örtliche Gegebenheiten

Gastronomie

Nach dem Reiten sind wir alle noch gemeinsam etwas Essen gegangen und schauten ein bisschen bei der laufenden Prüfung zu. Ich entschied mich dieses Mal für einen leckeren Quark mit Kirschen. Es gab aber auch belegte Brötchen, Kuchen, Kaffee und alles was das Herz begehrt.

Turnierfruehstueck
Turnierfrühstück – Chillen nach dem Ritt

Hängerplatz

Der Hängerplatz befand ich keine 50m von den Abreiteplätzen für Dressur und Springen entfernt. Er lag quasi an der langen Seite der Plätze. Dadurch waren die Dressur und Springplätze vom Hänger aus sehr schnell zu erreichen ohne, dass die Dressurreiter sich mit den Springreitern in die Quere kamen.

Don Camillo mit dabei
Don Camillo mit dabei

Abreiteplatz

Das Schöne war, dass es zwei Abreiteplätze fürs Springen gab. Auf dem einen stand nur ein Kreuz, auf dem anderen ein Steilsprung und ein Ochser. So konnte man auf dem einen Platz warmreiten, auf dem anderen abspringen, was das Abreiten deutlich angenehmer machte.

Dragon nach der Prüfung
Dragon nach der Prüfung

Der Schreier an der Tafel

Ein weiteres Highlight der der „Schreier an der Tafel„. Und zwar ist das ein „Tafeldienst“ der auf ganz vielen, vorzugsweise großen und tollen Turnieren im Kreis Bergstraße und Darmstadt- Dieburg ist. Er ruft dann immer die nächsten Starter auf. Zum Beispiel sagt er dann „Daniela 1, Marco 2, Caroline 3, Hanna 4“ oder „3 Starter bis zur Pause“. Kommt man dann an die Tafel um zu schauen, wie viele Starter man selbst noch vor sich hat, hat der Schreier dich schon längst entdeckt, deine Startnummer gecheckt und sagt dann zu dir „Claudia, du hast noch x Starter“. Ich sage euch das ist perfekt! Auf diesen Turnieren herrscht Ordnung. Eigentlich lohnt es sich schon allein wegen diesem Tafeldienst das Turnier zu nennen. Ganz ehrlich, das müsst ihr wirklich mal erlebt haben. Für mich ist er jedes Mal ein Highlight. Ich hoffe, er ist auch wieder bei einen der anderen Turniere die ich genannt habe.

Prüfungsplätze

Auch die Prüfungsplätze sind super. Der Springplatz ist groß und der Boden perfekt. Den Dressurplatz kann ich dieses Mal gar nicht so einschätzen, da ich gar keine Dressur geritten bin. Aber von weiten sah auch dieser top aus.

WCs

Was ich dieses Mal noch erwähnen möchte sind die WCS. Ich habe noch kein Turnier erlebt, auf dem auf den Waschbecken der WCs Handcreme, Parfums und andere für die Frau wichtige Dinge standen.

Fazit

Das Turnier in Groß-Zimmern ist jedes Mal wieder ein Highlight. Mir hervorragenden Bedingungen für Reiter und Pferd und einem sozialen Engagement hoffe ich, dass ich auch nächstes Jahr wieder an diesem Turnier teilnehmen kann. Und dann hoffentlich wieder mit dem Tafelschreier.

2 Kommentare

  1. Falls du am ersten Semptemberwochenende in Trebur bist: Ich denke dass der Schreier am Springabreiteplatz auch da sein wird, zumindest war er das letztes Jahr.

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