[Turnierbeitrag Jule] Turnier in Pappendorf am 3-4.06.2017 mit Hiro und FMA

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Hallöchen,

Tag 1

heute war es nun soweit. Das langersehnte Turnier in Pappendorf steht vor der Tür und so hieß es gleich Früh 4 Uhr:“brrrrbrrrbrrr“. Richtig der Wecker sollte mich zum aufstehen animieren, denn um 4.30 Uhr wurde ich von Biene abgeholt. Wir fuhren in den Stall versorgten Hiro, packten alles ein und los ging es. Jens hatte persönliche Umstände und so kam er nicht zum Stall, sondern direkt aufs Turnier gefahren. Wir kamen pünktlich aus dem Stall los und fanden in diesem Jahr, den Turnierplatz sofort. Dort angekommen, checkten wir die Liste, gingen Parcours ab und machten Hiro fertig für die erste Prüfung. Genannt waren 3, begonnen haben wir mit einem Stil A** Springen. Der Parcours war ein Standardparcours und ziemlich kringelig. So viele Wendungen und Handwechsel zum frühen Morgen. Um halb acht startete die Prüfung. Wir waren 14 Starter oder so. Also ziemlich entspannt und so konnte ich Hiro noch ein paar Geländehindernisse zeigen, die mich erwarten sollten an diesem Tag.

Erste Reiter anschauen

Das Springen

Auf dem Abreiteplatz, war er schon sehr gängig und stark. Dies wurde dann im Parcours nicht besser. Er war so unter Spannung, dass ich ihn vom linken Zügel gar nicht weg bekommen habe. Deshalb gab es auch den einen oder anderen unschönen Augenblick in diesem Parcours. Mit einer Stange und 3 Zeitfehlern beendeten wir den Ritt. Die Note war dementsprechend schlecht und dann noch der Abzug. Aber an sich, wenn die Unstimmigkeiten nicht gewesen wären, wäre es ein richtig guter Ritt geworden. Im groß und ganzen war ich jedoch auch so zufrieden. Für meine reiterlichen Schwächen kann Hiro ja nicht wirklich was.

Samstag Sprung 1
Turnierfotos Sachsen

Die Dressur

Nach dem Springen war kurz Pause zum Umsatteln, denn es ging in die Dressur. Ich hatte eine VA2 genannt. Diese musste ohne Gerte und auswendig geritten werden. Der Anfang war richtig spitze. Dann kam Tritte verlängern. Er schaufelte auf einmal los, ich war ganz überrascht. Doch dabei verlor er auch irgendwie die Kontrolle über seine Beine, blieb im Sand stecken oder irgendwas war komisch, jdenfalls lief er merkwürdig. Dies wollte ich kontrollieren und wusste vor Schreck auch gar nicht, was ich jetzt eigentlich reiten sollte. So kam es, dass ich anstatt durch die Länge der Bahn zu reiten auf dem Zirkel gelandet bin und mich dann entschieden habe, zur Schonung von Hiro, das Viereck zu verlassen.

Als dritte Prüfung und am Nachmittag stattfindend, war dar Stilgeländeritt der Klasse A**. Die Bilder sprechen für sich und im Video seht ihr den kompletten Parcours. Mir war klar, dass bei der Streckenführung und bei den anspruchsvollen Hindernissen und der Zeit, kein fehlerfreier Ritt zustande kommen würde. Schon allein die Wendung nach dem Bergabsprung, zu dem kleinen, hohen, schmalen Wuchter Namens „Schweinerücken“  konnte nichts werden.  Es gab so viele Klippen für uns, dass ich echt großen Respekt hatte. Nicht zu vergessen den überbauten Trakehnergraben.

Stilgeländeritt A**

Hiro war super gut drauf. Wir mussten aus der Startbox heraus beginnen, dass ging schon mal gut. Sprung 2 bin ich ihm ein wenig im Gebiss hängen geblieben, weil ich noch nen Galoppsprung machen wollte, wo er schon los gesprungen ist. Der Sprung 3 klappte super und Sprung 4 der sehr hohe, neben der Birke stehende Bürstensprung brachte die erste Verweigerung. Ich kam einfach unkontrolliert dort an, und dann war der etwa 120 cm hoch, die Bürsten wurden ja nicht mit gerechnet. Das war zu viel für Hiro. Nun hatte ich mich entschieden kein Martingal rein zu machen, werde ich morgen ändern. So zog er Rechts vorbei. bei einem erneuten kontrollierten Anreiten ging dies dann super. Sprung 5, der mit den Blumen, gelang recht gut, wenn auch mit wenig Galopp. Das Wasser war holprig und Sprung 6 etwas verhalten. Dann habe ich richtig Gas gegeben, denn es kam der doch ziemlich steile Berg mit Sprung auf dem Weg nach Oben. Dies ging ganz gut. Bergab hatte Hiro dann einen Wahn und wollte völlig unkontrolliert, den steilen Berg nach unten galoppieren. Dies konnte ich in letzter Sekunde durch starke Einwirkung unterbinden. Nach dem Absprung den Schweinerücken, haben wir dann aber nicht mehr getroffen. Ich kam zwar passend, aber mit viel zu wenig Schwung und Einwirkung. Hiro entschied sich nicht zu springen und nach Rechts auszuweichen. Der zweite Steher, der beim zweiten Anlauf problemlos gelang. Sprung 10 war dann wieder holprig und sehr verhalten. Zu Sprung 11 Wassereinsprung kam ich super hin und das ging auch echt gut. Wasseraussprung was Ok. Die 13 gelang komischerweise auch super, auch wenn er schmal war. Dann der Birkenoxer, der super klappte auch das Billiard meisterte er grandios. Man beachte die Fußtechnik auf dem Bild. Gleich danach, der bullige, schmale Holzsprung ging besser als erwartet, genau wie der Kasten. Am Trakehner konnte ich ihn gerade noch überzeugen und dann durch das Wasser zurück zum letzten Sprung. Hier war ich wohl schon im Ziel. Ohne ihn noch einmal aufzunehmen bin ich dort hin geritten und dachte er macht das schon. Hiro wollte aber nicht so zog er ein Drittes mal nach Rechts vorbei. Ganz klar meine Schuld. Beim zweiten Anlauf super und Ziellinie erreicht. Ich war mega happy, ärgerte mich aber über mich selber. Am Ende wäre durch die Zeitfehler, aber auch so keine Note mehr zustande gekommen. Hiro hat für mich gekämpft, aber wir haben zu wenig geübt und Wunder darf man nicht erwarten. Super glücklich und zufrieden haben wir ihn noch kurz die Beine kühlen lassen und nach kurzer Pause haben wir dann den Heimweg angetreten. Ein super schöner Tag auch wenn der Erfolg per Schleife ausblieb. An Erfahrung sind wir einiges reicher und ich weiß, was Hiro für mich an diesem Tage geleistet hat.

Morgen  steht dann ein A Springen und das Derby auf dem Programm. Wir werden sehen, wohin das führt.

Tag 2

Der Tag 2 begann mit Regen und endete auch damit. Ich habe mit den Veranstaltern am Morgen noch informiert, wie sich die Platzverhältnisse entwickelt haben und wie viel Wasser der Boden noch verträgt. Nach der Information sah es noch ganz gut aus und so entschieden wir uns, gemeinsam mit Biene nach Pappendorf aufzubrechen. Natürlich hatten wir gehofft, dass das Wetter besser werden würde, dies wurde uns jedoch nicht erfüllt. Auf der Fahrt wurde ich immer schlimmer.

Vor Ort sah der Boden aber noch ganz verträglich aus. Es war aber auch noch ein Springen vor unserem. Als wir dran waren mit unserem A Springen sah das Ganze schon anders aus. Im Vorfeld hatte ich mit dem Parcourschef gesprochen. Er äußerte sich bedacht auf die Gesundheit des Pferdes und nahm die Schwierigkeit in Weg und Höhe heraus. Er passte den Parcours den Witterungsverhältnissen an. Auch der Abreiteplatz wurde umgestaltet und die Sprünge umgestellt. Aus dem letzten Springen, was als 2 Phasen Springen angesetzt war, also das Derby, machten sie ein normales A Springen ohne Geländehindernisse zur Schonung der Pferde.

Ich war in meinem ersten A Springen als 23 auf der Liste zu finden. Da aber nicht alle Reiter an den Start gingen waren wir bereits 16.   Darauf war ich aber vorbereitet. Am Ende gingen von 50 knapp über 20 Reiter an den Start. In den Wendungen musste man schon aufpassen. Aber Hiro löste das Problem mit dem Boden besser, wie ich das Reiten. Denn ich bin so richtig schön bescheiden geritten. ich habe unheimlich viel sinnlosen Druck gemacht, richtig doll geschoben und einfach nicht das gelernte umgesetzt. Der Rhythmus und das Reiten der Wendungen gelang mir besser als am Vortag. Am Letzten Sprung habe ich dann so alles Falsch gemacht, was man falsch machen kann. Das Ergebnis könnt ihr euch denken. Da trägt Hiro keine Schuld. Ich ärgere mich sehr über mich selber, dass ich das mit dem Schieben einfach nicht in den Griff bekomme. Wer da einen guten Tip für mich hat, kann das gern in die Kommentare schreiben.

Das letzte Springen haben wir dann gestrichen.

Fazit:

Wenn man die Ergebnisse ließt, könnte man denken:“Oh gott, war die schlecht““. Aber ich habe ein richtig gutes Gefühl, ein positives Gefühl. Ich bin noch euphorisiert vom Gelände und auch wenn es nicht zu dem Ergebnis passt, wahnsinnig stolz auf Hiro. Und auch im Parcours hatte ich kein schlechtes Gefühl, ganz im Gegenteil. Er hat gezogen, und sprang gut. Bis auf die Ausnahme mit den letzten beiden Sprüngen am Sonntag. Aber da hatte er dann auch glaube ich die Nase voll und auch noch schwere Beine von Samstag. Wenn ich besser reiten würde, also nicht so hin schieben oder zu zeitig aufstehen oder gar nicht reiten würde, wären unsere Ergebnisse deutlich besser und Hiro wäre schon weiter. Wir müssen dran bleiben und das beste draus machen.

Die Ritte und den Parcours vom Gelände und vieles mehr rund um das Turnier, erfahrt ihr in diesem FMA. Es ist zwar lang, aber wir haben eine ganze Menge erlebt und zu erzählen gehabt.

 

So jetzt habt ihr den Mammutbeitrag geschafft. Die nächsten werden wieder kürzer.

LG Jule

P.S. am Wochenende geht es nach Luckowena. Ich hoffe ich reiße mich zusammen und es läuft besser. Biene wird dort auch mal wieder ein E Springen reiten

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