[Montagsserie] Hufschlagfiguren T.1 Ganze/ Halbe Bahn

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Hallo ihr lieben,

In der nächsten Serie wollen wir uns den Hufschlagfiguren widmen. Täglich reiten wir sie selbstverständlich. Was die einzelnen Hufschlagfiguren abfordern, wie sie korrekt geritten werden und was man damit erarbeiten kann, das alles wollen wir in den nächsten Wochen  klären.  Insgesamt werden es wohl 4 – 6 Teile werden, so der Plan. 

Wir reiten Hufschlagfiguren

Achtet mal darauf, wenn ihr Hufschlagfiguren im Alltag reitet, ob ihr sie wirklich korrekt reiten oder ob ihr aus der Alltäglichkeit heraus, doch etwas Abstriche macht. Und gibt es Hufschlagfiguren, die ihr vermehrt reitet und welche, die ihr eher seltener reitet. Achtet ihr darauf, dass die Hufschlagfiguren zu eurem Stundenziel passen? Nutzt ihr Hufschlagfiguren für Tempi und Tempowechsel? Oder übt ihr ausschließlich das was auf Turnier gefordert wird?Kombiniert ihr Hufschlagfiguren mit Lektionen oder nutzt ihr welche um die Lektionen einzuleiten?

Das Bild entstand beim Reiten Ganze Bahn

Ganze Bahn

Die Hufschlagfigur „Ganze Bahn“ heißt eigentlich nichts anderes als immer ganz rings rum. Könnte man meinen, aber es ist schwieriger wie gedacht. Das muss an den langen Seiten korrekt zwischen Zügel und Schenkel eingerahmt sein. Die Unterschenkel des Reiters liegen dabei am Sattelgurt, die Gesäßknochen, wie auch die Schultern liegen parallel zu der Wirbelsäule, wie auch die Schultern des Pferdes.  Die Gesäßknochen sollten gleichmäßig belastet werden. Die Reiterhand befindet sich vor dem Körper auf gleicher Höhe mit gleichmäßigem Druck und Länge der Zügel. Das Pferd huft aus der aktiven Hinterhand unter den Schwerpunkt in den Abdruck der Spur der Vorderhufe. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Pferd mit der Hinterhand nicht seitlich an den Spuren der Vorderhufe vorbei tritt, sich nicht an der Bande anlehnt oder auf der Länge auseinander fällt.

Mittelschritt

Nach den geraden folgen die Ecken, die zu der Ganzen Bahn dazu gehören. Diese werden als Viertel Volte geritten und je nach Gymnastizierung des Pferdes wird die Viertelvolte als 8,6 oder 4 m Viertelvolte angelegt. Das heißt für den Reiter, dass er mit dem äußeren Schenkel verwahrend einwirkt. Der innere Schenkel fordert vermehrt Biegung in der Rippe und aktiviert das Hinterbein zur vermehrten Lastaufnahme. Das Pferd ist entsprechend der gerittenen Viertellinie gebogen und gestellt. Je tiefer man die Ecke durchreitet, ab Klasse M auf 4 m, desto deutlicher ist das Pferd gebogen und gestellt und versammelt. Je tiefer, desto mehr Lastaufnahme auf die Hinterhand. Beim durchreiten der Ecke muss ich als Reiter darauf achten, dass ich meinen inneren Gesäßknochen vermehrt belaste und meine Schulter parallel zur Schulter des Pferdes habe. Der Reiter darf nicht in der Hüfte abknicken, da sonst der äußere Gesäßknochen belastet wird und die Hilfen nicht korrekt gegeben werden können. Beim Pferd ist darauf zu achten, dass es sich nicht im Genick verwirft bei der Stellung, während der Biegung nicht über die Schulter wegtritt, die innere Schulter fallen lässt, mit der Hinterhand ausbricht, sondern wirklich in die Spur der Vorderhufe tritt. -> Reite ich die Ganze Bahn korrekt trainiere ich unter anderem die Lastaufnahme des Pferdes und aktiviere das Hinterbein zum vermehrten Untertreten. Ich trainiere auch, dass ich das Pferd auf der Geraden Linie geschlossen halte. Kontrolliere meine Hilfengebung. Ich kann es auch gut Koppeln, um eine Lektion aus der Ecke heraus zu Beginnen oder in die Ecke hinein enden zu lassen.

Skala der Ausbildung
Hier beginne ich das Durchreiten einer Ecke

Whups, ganz schön viel für nur mal rings rum reiten. Und es gibt sicher noch mehr, was schief gehen kann, auf was man als Reiter achten sollte, was ich jetzt nicht mit aufgegriffen habe, da es den Rahmen sprengen würde.

Halbe Bahn

Die Halbe Bahn gleicht vom Prinzip der ganzen Bahn, nur das die „lange“Seite auf einem 40. Viereck, genauso lang ist wie die kurze Seite. Bei der Halben Bahn, wendet man bei E/B ab und kreuzt die Mittellinie bei X. Das heißt die Ecken folgen schneller aufeinander. Das Pferd hat einerseits nicht die Chance so schnell auseinander zu fallen, da die lange Seite kürzer ist, aber der Wechsel von Biegung, Geraderichtung und Biegung folgt schneller. Dies fordert  und fördert die Gymnastizierung des Pferdes und aktiviert die Lastaufnahme der Hinterhand des Pferdes.Der Reiter muss darauf achten, dass es kein Zirkel wird.

Mein Plan war euch hier ein Video zu präsentieren wo ich einmal ganze Bahn reite. Ich kann es nicht, ich muss es erst schneiden. Selbst bei den Dressuren geht es nicht einmal ganze Bahn. Es ist immer etwas integriert, entweder ne Volte, Schultervor, Galoppsprünge verlängern, ich reite nach ner halben ganzen Bahn auf den Mittelzirkel. Ich halte bei B…. Ich werde es euch in der nächsten Zeit drehen. Ein Video bei dem mein Pferd ganze Bahn und Halbe Bahn geht ohne Schick Schnack

Das soll es fürs Erste gewesen sein. In der nächsten Ausgabe werden dann „Durch die Ganze Bahn, Durch die Halbe Bahn und durch die Länge der Bahn“ näher beleuchtet.

 

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