Gymnastikreihe_Springen

[Tagebucheintrag C] Gymnastikstunde mit Schnappi

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Hallo ihr lieben, gestern hatte ich mit Schnappi Gymnastikstunde bei unserem Vereinsvorsitzenden.

Eigentlich reite ich Schnappi immer montags. Nur werden bei uns jetzt dienstags immer Gymnastikstunden angeboten. Dieses Angebot wollte ich gerne annehmen und durfte mit Schnappi mitreiten.

Bei den Springstunden und Gymnastikstunden geht es nicht in erster um das Parcoursspringen, sondern um die Grundlagen: Rhythmus, Tempo, Wege und das Gymnastizieren der Pferde.

Springstunde

Auf dem hinteren Zirkel waren gestern Cavalettis und erhöhte Stangen auf der Zirkellinie aufgebaut, eine Gymnastikreihe und eine Distanz.

Als erstes sollten wir auf dem Zirkel über die, an der Außenseite erhöhten, Trabstangen reiten. Das diente dazu, dass  die Pferde Ihren „Rücken“ bewegen und locker werden sollten.

Schnappi als alter Hase machte das natürlich super. Wobei ich auch merkte, dass er gerne mal schummeln wollte, weil es für ihn auch anstrengend war. Ich musste darauf achten, dass er mir nicht die Zügel immer mehr aus der Hand zieht und ich ihn auf der Hinterhand behalte.

Das ganze machten wir dann auch im Galopp. Erst über die Galoppstangen, dann über das Cavaletti auf der offenen Zirkelseite, danach Handwechsel und über das Cavaletti auf den Mittelzirkel, auf der Hand bleiben und das Ganze auf der anderen Hand.

Bei dieser Übung sollten wir darauf achten, dass wir die Pferde ruhig und locker über die Stangen galoppieren lassen, danach weiterarbeiten und über die Cavaletis.

Dabei wurden gleich mehrere Dinge abgefragt. Zum einen musste man die Pferde wirklich am Bein haben, da man sonst die Kurve nicht bekommen hätte, aber auch Rhythmus, Weg und Tempo waren ganz wichtig. Das Tempo und der Rhythmus durften sich über den Stangen und auf den Wegen nicht verändern.

Im Grunde ist diese Übung so etwas wie Dressurtraining für Springreiter. Wobei diese Übung auch jedes Dressurpferd können sollte.

Bei diesen ersten Gymnastikübungen konnte man wirklich die Durchlässigkeit verbessern und die Pferde gut „setzen“.

 Gymnastikreihe_Springen

Anschließend arbeiteten wir weiter am Rhythmusgefühl. Wir kombinierten die erste Übung mit der Reihe.

Bei Schnappi habe ich richtig gemerkt, was die ersten Übungen gebracht haben. Er hatte seinen Schwerpunkt auf der Hinterhand und galoppierte locker und recht entspannt durch die Reihe. Beim ersten Mal zog er etwas an, beim zweiten und dritten Mal, behielt er das Tempo bei.

Als die Kreuze während der Durchgänge höher gemacht wurden, spürte ich richtig, wie Schnappi sich mehr auf die Hinterhand setze und mit der Hinterhand „abdrückte“. Je „höher“ die Stangen wurden, desto mehr Versammlung war nötig. Dieses theoretische Wissen zu spüren, war mal wieder richtig klasse.

Bei dieser Übung wurde mir wieder bewusst, dass es nicht auf den Sprung ankommt, sondern auf die Arbeit vor und hinter dem Sprung.

Distanz auf 3 Galoppsprünge

Die zweite Übung verbanden wir dann noch mit der Distanz. Bei der Distanz war bei uns vorne ein Steilsprung und hinten ein kleiner Ochser 

Die Distanz stand auf passend auf drei Galoppsprüngen und trotzdem hatten wir beim ersten Durchgang alle Probleme. Aber warum?

Ich zum Beispiel kam mit Schnappi vorne schlecht rein und hinten mit vier Galoppsprüngen auch noch schlecht raus.

Der Grund war, dass wir die Pferde durch die Übungen davor und der Reihe so „versammelt“ hatten, dass wir sie in der Distanz nach vorne reiten mussten. Und statt Schnappi nach vorne zu reiten, hielt ich ihn zurück, verlor aber zwischendurch den Schwung und er fiel mir außerdem etwas auseinander.

In der zweiten Runde versuchte ich es dann besser zu machen. Ich ritt ihn bereits nach der Reihe etwas mehr nach vorne, versuchte einen besseren Weg zu wählen und ritt die Galoppsprünge zwischen der Distanz etwas größer. Dies klappte super und ich konnte mit einem super Gefühl aufhören.

Was ich aber aus der Stunde mitgenommen habe ist, dass ich bei Schnappi doch noch mehr an der Durchlässigkeit arbeiten muss. Ich muss es schaffen ihn noch mehr am Bein zu haben, dass zum einen das vor- und zurück leichter klappt, aber auch, dass er mir beim Vorwärtsreiten, nach dem gesetzten Reiten, nicht wieder die Zügel aus der Hand zieht und auseinanderfällt.

Die Springstunde war eine der lehrreichsten und besten Springstunde, die ich in der letzten Zeit hatte. Denn hier ging es wirklich um die Dressurarbeit, die Grundlagen vom Springen und meine Einwirkung.

Reiterleben_Essen.

Nach dem Training gab es dann noch eine leckere Wiener in der Reithalle :-D.

Wenn alles klappt habe ich am Donnerstag wieder Springstunde beim Ingo und am letzten Januarwochenende drei Tage Springlehrgang. Ohhh man, ich bin jetzt schon aufgeregt.

Viele Grüße, Claudia

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