[Montagsserie] Equidenpass Pferd- Funktion & Inhalt

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Der Equidenpass

ist neben der Eigentumsurkunde das wichtigste Papier, was es zu einem Pferd gibt. Es sollte immer bei dem Standort des Pferdes verweilen. Bei Transporten muss es mitgeführt werden. Auf Veranstaltungen und Pferdeleistungsschauen ist das Mitführen eine Voraussetzung. Doch was steht drin, wo finde ich was und wie schlüsselt sich die Lebensnummer auf und wo bekomme ich so einen Pass her. All diese Fragen wollen wir in den nächsten Wochen in den Beiträgen klären. Wenn ihr spezielle Fragen habt, dann stellt sie doch bitte.

Wichtig: Der Equidenpass ist ein Dokument. Es darf nichts hinzugefügt oder weg gestrichen werden.

Funktion

Der Equidenpass ist ein Dokument über die Identität eines  Equides. Er entspricht europäischen Bestimmungen und ist ein BegleitdokumentEs dient als Nachweis über den gesundheitlichen Status des Pferdes und seines Stalles. Eintragungen und Änderungen dürfen nicht selbst vorgenommen werden. Dies wird vom Verband oder der FN erledigt. Er hat auch die Funktion einen Kauf, Verkauf eines Pferdes zu vereinfachen. Er gibt Informationen über die Abstammung, den Impfstatus, Medikations- und Gesundheitskontrollen bzw. Laboruntersuchungen preis. Die Quidenpässe haben unterschiedliche Farben, welche Farbe für was steht, erfahrt ihr später. Der Pass dient als Recherche bei Diebstahl  eines Tieres und fördert die Eigentumssicherheit. Wenn man mit seinem Pferd ein internationales Turnier bestreiten möchte, benötigt man auch einen Internationalen Pass, dieser kann bei der FN beantragt werden. 

Inhalt

Der Equidenpass wird im Querformat DIN A5 ausgestellt und enthält folgende Angaben:

  • Besitzer und Verfügungsberechtigter des Pferdes
  • Identifizierung des Pferdes
  • Lebensnummer des Pferdes
  • Rasse, Name Geschlecht,
  • Farbe, Abzeichen, sowie ausgefüllte Grafik,
  • Geburtsdatum/ Geburtsort
  • Name und Anschrift des Züchters
  • Name der Mutter, vater, Muttervater
  • Name und Anschrift des ausstellenden Zuchtverbandes
  • Ausstellungsdatum
  • Unterschrift des Ausstellenden
  • Arzneimittelbehandlung
  • Identitätskontrollen
  • Eintragungen der Impfungen
  • Gesundheitskontrollen und Laboruntersuchungen, Medikationskontrollen
  • bei Zuchtpferden die Zuchtbescheinigung
  • Eintragungen als FEI Pass, wenn vorhanden
  • letztes Deckdatum der Mutter
  • Aktive Kennzeichen (Nummer Zuchtbrand, Microchip)
  • Ergebnisse von Abstammungsüberprüfungen
  • Pedigree mit 4 Generationen falls vorhanden
  • Zuchtbucheintragungen
  • Zuchtinformationen / Leistungsprüfungsergebnisse (Stuten-/ Hengst-leistungsprüfung)
  • Turnierpferdeeintragung
  • Messbescheinigung für Ponys nur in Deutschland, geht über Anforderungen des Passes hinaus
  •  Eintragung als Schlachttier o. Nicht-Schlachttier, ein Tier was einmal als Schlachtferd eingetragen ist, kann nicht mehr geändert werden in Nicht-Schlachttier. Anders herum ist es möglich.

Eigentumsurkunde

Die Eigentumsurkunde ist neben dem Equidenpass der Nachweis über den Besitz eines Pferdes. Dieses Dokument wird in DIN A4 ausgestellt und enthält Lebensnummer des Pferdes, Rasse, Name, Geschlecht, Geburtsdatum und Farbe des Pferdes. Name und Anschrift des Züchters und das Pedigree mit 3 Generationen (falls vorhanden).

Ihr habt jetzt erst einmal einen groben Einblick in die Materie des Equidenpasses. In den nächsten Beiträgen erfahrt ihr noch was zur Zuchtbescheinigung,  wie man einen Pass bekommt, und zu den Farben , Geburtsbescheinigung, Arzneimitteleintragungen und was man macht, wenn das Pferd einen ausländischen Pass hat.

Habt ihr spezielle Fragen, dann stellt sie uns doch gern. Wir versuchen sie euch bestmöglich zu beantworten.

LG

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