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[21 Jahre Reiten] Teil 1: Die Kindheit auf dem Schülerhof

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Hallo ihr Lieben,

diesen Herbst feiern wir zwei unser großes Jubiläum. Unsere „Reiterkarriere“ wird Erwachsen. Vor 21 Jahren haben wir auf dem Schülerhof Dobra mit dem Reiten begonnen. Und da dachten wir, wäre es mal an der Zeit euch zu erzählen, wie wir das Reiten gelernt haben.Scan 15 beide 96

Damals hat ein ehemaliger Klassenkamerad von der Mama gefragt, ob wir Kinder nicht mal in Dobra reiten gehen wollen. Zu dieser Zeit wurde gerade der Reit- und Fahrverein Dobra gegründet und Mitglieder gesucht. Damals wusste natürlich keiner, wo das mal hinführen würde. Omi jedenfalls hatte damals noch ziemliche Angst vor Pferden und stand immer an der anderen Straßenseite, wenn sie uns von der Reitstunde abholte.

Die erste Reitstunde verlief so, dass wir direkt an den Platz kamen und uns Ponys aussuchen durften. Claudia wollte natürlich das größte Pony, Maja hieß die Stute, und Jule bekam somit Sweety, eine Rotschimmelponystute. Wir stiegen auf uns los ging´s. Longenstunden nahmen wir dann erst später auf dem Gestüt Gut Neumühl, nachdem wir bereits unseren ersten Führzügelwettbewerb absolviert haben. Auf Gut Neumühl war es nämlich so, dass man erst alleine in der Bahn reiten durfte, wenn man 20 Runden ohne Bügel und Zügel an der Longe reiten konnte. Und da wir in den Sommerferien im Reitlager gerne in der Abteilung reiten wollten, nahmen wir vor den Reiterferien fleißig Longenstunden.

Nach und nach ist der Verein in Dobra immer weiter gewachsen und neue Ponys sind dazugekommen. Auch unsere Tage auf dem Schülerhof in Dobra wurden konstant mehr. Claudias „erfolgreichste“ Reitstunden endete mit einer Bilanz von sechs Abstürzen in derselben Ecke. Jule konnte sich vor Lachen kaum auf dem Pferd halten, denn das kleine freche Pony Nico hat das wirklich toll ausgenutzt. Dafür stand Jule mit Lars, der dicken „rollenden Tonne“, in der Mitte der Bahn, denn Lars wollte nur laufen, wenn Herr Schüler, der Chef des Stalls, in der Mitte der Bahn stand. Bald kamen dann auch die zwei neuen Ponys Cherry und Rocky, die dann unsere Lieblingsponys wurden. Allerdings hatten auch die ihre Tücken. Rocky war sehr gut im Springen, wollte aber nicht immer und Cherry war eine kleine Hexe. Sie war dafür bekannt, immer auf den Misthaufen zu springen, wenn die kleinen Reitschüler sie auf den Platz reiten wollten und sie war ziemlich zickig. Und so kam es auch, das Cherry, außer bei Claudia, nicht so beliebt war und als Reitpony an der Täte genutzt wurde.

Da der Reitverein bald sehr groß war und wir nun auch im Winter reiten wollten, wurde im Jahr 1998 eine Reithalle gebaut. Und ab diesem Zeitpunkt wurde der Schüler in Dobra zu einem Kinderparadies und wir Mädchen verbrachten dort unsere Kindheit. Wir trafen uns jeden Tag im Stall, halfen die Ponys fertig zu machen und beim Füttern und schauten den anderen Kindern beim Reiten zu. Es gab eine Zeit, da kannten wir alle 80 Reitschüler mit Vornamen. Zu dieser Zeit sind wir auch unsere ersten Turniere mit Führzügelklassenwettbewerb und einfachem Reiterwettbewerb.

Eröffnung Reithalle 98
Reithalleneröffung in Dobra

Der Spuk für unsere Eltern und Großeltern begann, als Arti, ein Traberwallach, halb verhungert 1999 auf den Schülerhof nach Dobra kam. Denn wir verliebten uns sehr schnell in ihn und nutzten unser Taschengeld, das eigentlich zum Kauf eines neuen Fahrrads gedacht war, um einen Teil von Arti zu bezahlen. Den Rest steuerten Omi und Opi bei. Ab diesem Zeitpunkt waren wir nun täglich auf dem Schülerhof und für das ein oder andere graue Haar des Schülerhofteams verantwortlich.

Nach einem holprigen Start und mehreren Flügen, bei denen wir den Sand der Reithalle geküsst haben, schafften wir es im darauffolgenden Jahr in Gruhno und Oschätzchen Arti erfolgreich beim Reiterwettbewerb zu reiten.

Arti
Juliane
Arti
Claudi auf Arti

Da ein Pferd schnell zu wenig wurde, weil wir ja zusammen ins Gelände reiten wollten, kauften wir 2001 Corona, eine bereits 6-jährige rohe Cincinatti Fuchstute. Nachdem sie dann nach einigen Monaten endlich angeritten war, gaben wir sie vier Wochen in Beritt, um sie nach weiteren vier Wochen bereits die erste A-Dressur zu reiten. Ja, sie war nicht sehr erfolgreich, aber wir kamen zumindest durch, was man bei Arti im Springen nicht behaupten konnte. Denn mit ihm flogen wie nach anderthalb Jahren immer noch spätestens nach drei Sprüngen aus dem Parcours. Denn mit ihm waren wir auf zwei Beinen immer die größten. Es gab aber auch Springen, da gefiel ihm die Startglocke so wenig, dass wir nicht mal bis zum ersten Sprung kamen.

Arti
Arti in Gruhno zum Reiterwettbewerb 2000

Also musste ein weiteres „zuverlässiges“ Pferd her. Jule entdeckte Novana, eine 8-jährige Schimmelstute von Pesus, auf die Claudia gar nicht erst drauf kam. Denn sie ist mit ihr beim Aufsteigen schon gegen die Bande geflogen – noch ein Steiger. Aber Jule war sich sicher, dass es ein Ausnahmefall war, denn sie konnte schließlich Häuser springen und so stieg sie zukünftig immer im Trab auf. Die Pferdeaufteilung war also klar: Jule ritt Novana und Claudia Corona. Und Arti wurde geteilt. Claudia ritt hauptsächlich die E-Dressuren und Juliane kämpfte im E-Springen mit Arti bis an Sprung 3. Corona und Novana gingen dann A-Dressur und A-Springen – also mehr oder weniger.

corona
Corona
Novana
Novana
Sarporra
Sarporra zur Weihnachtsfeier

Mit Arti schafften wir es dann endlich nach drei Jahren durch ein E-Springen zu kommen, weil der Richter einfach mal die Glocke wegließ. Dann war auch „Arti mal artich“, so der Spruch des Richerts. Wir hatten Freudentränen in den Augen und konnten es kaum glauben.

Trotz das unsere Pferde schwierig waren, hatten wir eine Menge Spaß. Wir ritten jedes Jahr die Fuchsjagden mit, nahmen beim Ringreiten teil und Jule wurde Champion im Allroundwettbewerb. Außerdem machten wir die Straßen bei Umzügen unsicher, nahmen unsere Pferde mit in den Urlaub und lernten viel bei Lehrgängen.

Mit unseren Pferden konnten wir das bronzene Reitabzeichen ablegen, den Reiterpass und auch das kleine Longierabzeichen. Arti verkauften wir dann nach drei Jahren aus Vernunft.

Wie es dann weiter ging, erfahrt ihr bald in einem weiteren Beitrag.

Bilder Bilder und noch mehr Bilder…

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rocky
Rocky 1996
jule
Jule
cherry
aller Anfang ist schwer

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Claudi 96
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Sprung Frei!!
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Alles wurde gut.
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Stadtfest Bad Liebenwerda mit Arti
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Hoffest Dobra 2000
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Witzetze 2000
Arti Corona
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Reitabzeichen 2000
Wietzetze
Jahreswechsel 1999/ 2000
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vgl direkt
Arti 20 j
Reiterwettbewerb 2000

Ab hier alles durcheinander ab 2000

Fuchsjagd Fuchsjagd_Corona_Novana

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Fuchsjagd

Novana Springen Talberg Pferdemarkt

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Thalberg Pferdemarkt Vorführung
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Art Allroundwettbewerb

Corona_Spass_wettbewerb Scan 6 twins

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Allround Wettbewerb
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Allraoundwettbewerb und Kreismeister darin

Scan 5 novana galopp

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Allraoundwettbewerb

Scan 7 corona crostwitz Scan 7 corona körlitz

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Turnier 2001 2002 Claudi

Scan 7 corona mächtigkeitsspringenScan fuchsjagd dobra 2Scan Fuchsjagd Dobra 1Scan fuchsjagd 4

Scan fuchsjagd 2

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Fuchsjagd
Scan 17 corona abzeichen
Reitabzeichen in Bronzen

Scan 17 corona reitabzeichen Scan 17 corona reitabzeichen 2

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Ahhhh da ist der Kamm
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Zwinkerlinge live

Scan 19 reiterball claudia tanzt Scan 19 jule tanzt

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Reiterball

7 Kommentare

  1. Gefällt mir. Meine Karriere im Reitsport wird erst 10. Wenn man mal den Zeitpunkt nimmt ab dem ich ernsthaft begonnen habe zu reiten und man das „ich reite geführt im Kreis bzw mag mal drauf sitzen“ weg lässt 🙂

    Liebe grüße silli von pferdigunterweg.com

    1. Ja, bis wir das Gefühl haben nicht mehr nur drauf zu sitzen halbes lange gedauert. Das hat dann wirklich erst angefangen als Wir Arti eine Weile hatte 🙂
      Aber das gehört ja dazu, also das draufsitzen und nach und nach reiten lernen.

      1. Ja da dürftest du durchaus recht haben. Hat bei mir und meiner Stute auch nicht von heut auf morgen so funktioniert wie es das heute tut. Und man ist schon stolz wenn man den Vergleich über die Jahre positiv ziehen kann 🙂

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